„WIE INTERVIEWE ICH DEN BÜRGERMEISTER?“
Der Stadtjugendring Regensburg veranstaltete ein Seminar für Schülerzeitungsredakteure. Rundschau-Redakteur Mathias Wagner stand Rede und Antwort.
„Wir machen eine Schülerzeitung“, lautete das Seminarmotto des Stadtjugendrings Regensburgs für Jung-Redakteure und Schülerzeitungsreporter. Stadtjugendring-Geschäftsführerin Sabine Baumgartner übernahm die Moderation des Seminars, zu dem sich Schülerzeitungsmitglieder des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums, der Pestalozzi- und der Hans-Hermann-Mittelschule sowie des St. Marien-Gymnasiums eingefunden hatten. Auch die Jungredakteure der Regensburger Jugendzeitung „Humborazzo“ folgten der Einladung und stellten ihr Magazin kurz vor.

Geschäftsführerin Sabine erklärt den Schüler die W-Fragen
Mit „Rundschau“-Redakteur Mathias Wagner konnte der Stadtjugendring einen „Medienprofi“ als Referenten gewinnen, der den interessierten Schülern zu den unterschiedlichsten Fragen und Anliegen rund um den Medienalltag Rede und Antwort stand. In seinem spannenden Kurzvortrag berichtete Wagner von seiner Zeit als Schülerzeitungsredakteur, von seinen Anfängen als freier Journalist bis hin zur Entwicklung der Jugendzeitschrift „kult“. Auch über die Gründung seiner Musikzeitschrift, das Erstellen des zugehörigen Internetauftritts und der Annahme der ersten Werbeanzeigen erzählte Wagner. Für die jungen Nachwuchsredakteure war es natürlich besonders interessant zu erfahren, wie sich der Arbeitsalltag eines Rundschau-Redakteurs gestaltet. Da Wagner regelmäßig bekannte Politiker und Musikstars für die Wochenzeitung befragt, konnte er den Jugendlichen wertvolle Tipps zum Interview verraten. Ausgiebig nutzten die Schüler die Möglichkeit, Wagner Fragen über seine Erfahrungen und vielfältigen Aufgaben zu stellen. So wollte eine Schülerin wissen, ob man bei Firmen Testprodukte für Zeitungsartikel anfordern und diese anschließend auch behalten dürfe. Für Zeitungsartikel würden die Firmen gerne Artikel zur Verfügung stellen, betonte Wagner. Diese müssten aber nach dem Artikel wieder zurückgegeben werden.
Auch über Konzertberichterstattung befragten die Schüler den Redakteur, der von vielen Erlebnissen berichten konnte. So manchem Anwesenden verwunderte es beispielsweise, dass die Fotografen bei großen Konzert-veranstaltungen nach dem dritten Lied den jeweiligen Star nicht mehr fotografieren dürften und teilweise sogar den Fotografenbereich verlassen müssten. „Das liegt daran, dass nach einer gewissen Zeit immer die Schminke verläuft“, klärte der Redakteur auf.

Im Anschluss daran stellte Philipp Seitz, der als freier Mitarbeiter für die MZ tätig ist, den Schülern die beim Fotografieren zu beachtenden Rechte und Gesetze vor. Sabine Baumgartner vom Stadtjugendring gab Hinweise zur Layout-Gestaltung einer Zeitschrift und erläuterte die Vorteile eines Presseausweises. Wie man eine Schülerzeitung finanzieren könne und welche rechtlichen Grundlagen zu beachten seien, schilderte Detlef Staude. Nach den hilfreichen Vorträgen durften die Schüler ihr Können noch unter Beweis stellen und einen Presseartikel zu einer Schülerarbeitsgruppe verfassen. Die Referenten standen den Schülern dabei zur Seite und gaben wertvolle Verbesserungshinweise. Der entstandene Bericht soll in den kommenden Wochen in den Regensburger Zeitungen veröffentlicht werden.

junge Redakteure bei der Arbeit









