Pressemitteilungen

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Montag, den 26. April 2010 um 08:39 Uhr

Erstmals Kooperation zwischen Stadtjugendring Regensburg und Stadttheater geplant

 

Regensburg. „Wir möchten unser kulturelles Angebot für junge Menschen erweitern“, so die Vorsitzende des Stadtjugendrings (StJR) Daniela Kronschnabl. Deshalb lud sie den kaufmännischen Vorstand vom Theater Regensburg Henrik Huyskens zu einem ersten Meinungs- und Ideenaustausch mit dem Vorstand des StJR ein. Im Vorfeld hatten alle Jugendverbände bei der Vollversammlung die Möglichkeit genutzt, Wünsche im Rahmen einer neuen Kooperation zu äußern. „Nicht alle der vielen, guten Ideen lassen sich realisieren“, so Huyskens. So könne man beispielsweise Kostüme nicht an Jugendverbände verleihen und auch keine Schminkkurse abhalten. Dennoch gibt es viele, neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Stadttheater und Stadtjugendring. Beispielsweise könnten Jugendgruppen nach einer Probe oder Vorstellungen mit den Schauspielern direkt bei einem exklusiven Nachgespräch ins Gespräch kommen. In Workshops könnte ein Theaterstück von Anfang bis Ende begleitet werden oder es könnten Theaterberufe den Jugendlichen vorgestellt werden. Für Jugendliche ist ein Praktikum am Stadttheater möglich, auch in handwerklichen Bereichen. Oder sie können beim Jugendclub, einem Laientheater teilnehmmen. Schließlich gebe es für Fortbildungen eine hauptberufliche Theaterpädagogin als Referentin.
Geprüft wird zudem, ob es für Inhaber einer Jugendleitercard (Juleica) zukünftig Ermäßigungen beim Eintritt gibt. Der Vorstand des Stadtjugendrings möchte nun zusammen mit seinen Jugendgruppen und –verbänden die Ideen umsetzen. So können sich interessierte Gruppen an den Jugendring mit Themen- oder Terminwünschen wenden. Der Jugendring möchte aber auch direkt zusammen mit dem Theater ein oder zwei konkrete Angebote anbieten und dann bei Jugendlichen und den Jugendverbänden bewerben.

 

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Montag, den 26. April 2010 um 08:34 Uhr

Politikergespräch der Sportjugend Regensburg

Viele, aber nicht alle Themen konnten behandelt werden

 

Lappersdorf. Beim ersten Sportgespräch im Vereinsheim des TSV Kareth Lappersdorf kam es zu einem regen Meinungs- und Gedankenaustausch zwischenden neun anwesenden Politikern aus sechs Parteien und den Vertretern das gastgebenden Sportjugend. „Wir konnten viele, leider aber nicht alle Themen und Wünsche an die Politik bringen“, so der Vorsitzende der Sportjugend Detlef Staude. Sehr angetan waren die Bürgermeister Erich Dollinger (Lappersdorf) und Gerhard Weber (Regensburg) von der Idee und lobten das freiwillige Engagement der bayerischen Sportjugend.
Besonders heiß diskutiert wurden Fragen der finanziellen Unterstützung des Sports. Dem Wunsch, auf Hallengebühren bei Veranstaltungen von Sportverbänden wie bei der Übungsleiterausbildung oder Kreismeisterschaften im Hallenfußball (Jugend) zu verzichten, erteilte Bürgermeister Weber für die Stadt Regensburg eine Absage. „Die eingenommenen Hallengebühren werden an die Vereine ausgeschüttet, die eigene Anlagen betreiben“, so Weber. Weber bekam für die Sportförderung der Stadt parteiübergreifenden Rückenwind von den Stadträten Dr. Jürgen Pätz (FDP) oder Jürgen Mistol (Grüne). Entgegen dem „Gerücht unter den Vereinen“ – wie von der Jugendleiterin Gabi Kleiner (Freier TuS) vorgetragen- , bei den Übungsleitergeldern werde gekürzt, habe die Stadt heuer sogar das Budget um 12000 Euro erhöht. Stadtrat Rudi Eberwein (CSU) wies auf die seit kurzem bestehende Möglichkeit hin, für bedürftige Kinder den Vereinsbeitrag zu übernehmen. Anträge müssten die Vereine und Eltern beim Sportamt stellen.
„Ein großes Anliegen der Sportjugend ist die Förderung von Kooperationen zwischen Kindergärten und Vereinen“, bliesen der stellvertretende Verbandsjugendleiter Magnus Berzl und Bezirksjugendleiter Hermann Müller ins gleiche Horn. Vereine stellen einen Übungsleiter zur Verfügung, der mindestens einmal wöchentlich eine kindgerechte Bewegungseinheit in einem Kindergarten abhält. Leider habe man von der zuständigen Ministerin Haderthauer (CSU) zwar Wohlwollen, aber keine Zusage für Mittel bekommen. Ziel, so Berzl, sei es, pro Kooperation analog dem Projekt „Sport nach 1“ zwischen Schule und Verein wenigstens 140 Euro jährlich als Zuschuss zu erhalten. Die anwesenden Landtagsabgeordneten Tanja Schweiger (FW), Margit Wild (SPD) und Dr. Franz Rieger (CSU) zückten nicht nur bei diesem Punkt den Bleistift und versprachen, sich in der Angelegenheit nochmals zu kümmern.

Von links nach rechts: Detlef Staude (Vorsitzender der Sportjugend), Magnus Berzl (stellvertretender Verbandsjugendleiter der Sportjugend), Bürgermeister Gerhard Weber, Stadtrat Rudi Eberwein (CSU), Landtagsabgeordnete Margit Wild (SPD), Stadtrat Jürgen Mistol (B90/Die Grünen), Landtagsabgeordneter Dr. Franz Rieger (CSU), Stadtrat Dr. Jürgen Pätz (FDP), Stadtrat Joachim Graf (ödp), Landtagsabgeordnete Tanja Schweiger (Freie Wähler), Reinhard Rengsberger und Hans Bieletzky (Sportjugend)

 

Moniert wurde von Seiten des Sportes aus die schrittweise Verteuerung des „Freiwilligen sozialen Jahres“ im Sport (FSJ). Seit letztem Jahr sei das FSJ umsatzsteuerpflichtig, so Berzl. „Zu dieser schon erfolgten Kostenerhöhung um 19 Prozent droht nun eine weitere, massive Kostensteigerung – Stichwort Wehrzeitverkürzung“ . Auf der einen Seite sein man froh, wenn sich junge Menschen freiwillig in den gemeinnützigen Sportvereinen engagieren, auf der anderen Seite könnten sich viele, kleine Sportvereine solche Stellen nicht mehr leisten. Ein weiteres Thema waren die Auswirkungen von G8 und Ganztagsschule auf den Vereinssport. „Viele Jugendliche sind nach einem langen Schultag ausgepowert, müssten noch lernen und hätten dann keine Zeit mehr für das Vereinstraining“, so die
Fußballjugendleiterin des TSV Kareth. Die anwesenden Politiker versuchten, in ihren statements parteiübergreifend Bedenken gegen die Ganztagsschule – die es erst in ganz wenigen Schulen gebe, so Bürgermeister Weber - zu zerstreuen. Die Schüler sollten eigentlich um vier Uhr schon alle Hausaufgaben erledigt haben und ab fünf dem Verein zur Verfügung stehen. Stadtrat und Schullehrer Joachim Graf (ödp) plädierte, dass es nicht nur „Sport nach 1“ am nachmittag gebe, sondern schon „Sport ab 7“. Warum sollten Vereinsübungsleiter nicht schon vormittags in gebundenen Ganztagsschulen Sportstunden geben dürfen? Offen blieben am Ende der zweistündigen Diskussion viele Themen wie die Förderung des Ehrenamts, dem Fehlen an Freiwilligen, Sport und Umwelt, Integration im Sport, die Gesundheitsthemen wie dem Nichtraucherschutz oder den Gefahren des Alkohols.
Auch wenn diese wichtigen Themen nicht mehr diskutiert werden konnten, sind wir mit den Ergebnissen des 1.Sportgesprächs sehr zufrieden“, so die Organisatoren Berzl, Staude, Hans Bieletzky, Reinhard Rengsberger und FSJ´ler Christian Hartl.

Wir bleiben bei allen Themen am Ball!“

Und aus Reihen der Politik kam der kurze Kommentar „Fortsetzung gewünscht!“

 

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Mittwoch, den 03. März 2010 um 14:00 Uhr

Stellungnahme: Bildungsstreik der Regensburger Schülerinnen und Schüler

Der Stadtjugendring beobachtet die Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler Regensburgs im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks und den Protesten zur Belastung im achtjährigen Gymnasiums mit Interesse und Sympathie.

„Das Begehren der Schülerinnen und Schüler nach demokratischer Mitbestimmung und ihre Bereitschaft, für ihre Bildungsinteressen zu demonstrieren, können wir nur unterstützen“, erklärt Florian Gmeiner, der für den Kulturverein „Scants of Grace“ im Vorstand des Stadtjugendringes ist. „In der Schule bekommen wir Schüler beigebracht, dass Demokratie von Streitkultur und mutiger, bunter Politik lebt. Wenn wir uns für bessere Bildungsbedingungen stark machen, eröffnet sich uns die Chance, mit diesem Beitrag zu ganz realer Politik diese zu unseren Gunsten mitzugestalten.“, ergänzt Andreas Blusch, Vorsitzender der Regensburger Schülervertretung und ebenfalls im Vorstand des Stadtjugendringes.

Am Freitag vor den Faschingsferien haben etwa hundert Jugendliche aus Regensburger Schulen in München demonstriert. Gemeinsam mit etwa 2000 TeilnehmerInnen, darunter auch Eltern und Lehrkräfte, kritisierten sie die Schulzeitverkürzung, die immer höheren Druck auf die Gymnasiasten ausübt und ihnen immer mehr Stoff in immer kürzerer Zeit aufbürdet.

Die SchülerInnen rufen für nächsten Montag, den 05. März erneut zu einer Demonstration auf. Unter dem Motto „Aufmucken statt weggucken“ wollen sie dann wieder für kleinere Klassen, geringeren Leistungsdruck, die Umsetzung der Lernmittelfreiheit und individuelle Förderung der SchülerInnen eintreten. Der Stadtjugendring unterstützt ihren Aufruf und appelliert an die Schulen, die Rechte der SchülerInnen auf Demonstrations- und Meinungsfreiheit zu respektieren.

In einem Interview des Münchner Merkur vom 10.02.2010 erklärte der bayerische Kultusminister Spaenle, die Entscheidung über Disziplinarmaßnahmen müsse in der „Schulfamilie“ geklärt werden und obliege der Schulleiterin/dem Schulleiter. Esist erfreulich, dass sich mittlerweile viele Schulen hinter die Streikenden gestellt haben. Das Werner-von-Siemens-Gymnaisium, das Gymnasium Parsberg und das St. Marien-Gymnasium stehen hier beispielhaft für einen gewinnbringenden Zusammenhalt der Bildungseinrichtungen und Schülern, der das gemeinsame Interesse nach einem ausgewogenen Lernen an die Entscheidungsträger in der Politik heranträgt.

Gez.: Vorstand Stadtjugendring

   

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Mittwoch, den 03. März 2010 um 14:00 Uhr

Der Stadtjugendring Regensburg befürwortet und unterstützt den Antrag der Sozialen Initiativen an den Stadtrat, ein Sozialticket für Bedürftige einzuführen. Als bedürftig zu verstehen sind Empfänger von Leistungen zur Grundsicherung und Geringverdiener mit vergleichbarem Einkommen sowie Flüchtlinge.

„Auf der Suche nach einer Arbeits- oder Ausbildungsstelle ist heute Mobilität besonders gefordert“, erläuter der stellvertretende Vorsitzende Detlef Staude. „Die oft unverschuldet benachteiligten jungen Menschen können ihre Notsituation nur dann überwinden, wenn ihnen die notwendigen Mittel, etwa ein bezahlbares Busticket, zur Verfügung stehen“. Die Vorsitzende des Stadtjugendringes, Daniela Kronschnabl, ergänzt: „Mobilität ist heute eine Grundvoraussetzung für die allermeisten Formen gesellschaftlicher Teilhabe“.

Laut Angaben der ARGE Regensburg sind von allen Hartz-IV-Leistungsempfängern im Stadtgebiet 2.657 unter 18 Jahren. Weitere 1.100 sind zwischen 18 und 26 Jahren. „Zusammen sind das 30% aller Leistungsempfänger. Es liegt in unserer Verantwortung, diesen jungen Menschen die Chance auf eine bessere Zukunft zu ebnen“, formuliert es Florian Gmeiner, der im Kulturverein „Scants of Grace“ engagiert ist und ebenfalls im Vorstand des Stadtjugendringes ist.
Hinzu kommt die Situation der Flüchtlinge in Bayern, wovon einige in Regensburg leben. Unabhängig von ihrem Alter erhalten sie lediglich 40 Euro Taschengeld. Für ihre Integration ist es umso notwendiger, dass sie Arbeit finden und Freundschaften knüpfen können.

Der Stadtjugendring apelliert an die Verantwortlichen der Stadt, das Sozialticket schnellstmöglich einzuführen. Bis Ende 2005 gab es in Regensburg bereits einen RVV-Sozialtarif, der mit der Hartz-IV-Reform abgeschafft wurde – dieser Zustand ist aus Sicht des Stadtjugendringes nicht länger tragbar.

Gez.: Vorstand Stadtjugendring