Die ersten vier Jugendbeiräte sind gewählt

Regensburger Jugendverbände entsenden traditionell als erstes ihre vier Vertreter für die zweijährige Periode. Sie können sich nun den Wahlkampf sparen.

 

 

Regensburg. Die ersten vier Jugendbeiräte für die neue Wahlperiode stehen fest. Die Verbände des Stadtjugendrings bestimmten nun bei ihrer Vollversammlung die vier Vertreter, die in das 25-köpfige Gremium entsendet werden. Die Regensburger Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren wählen im  Februar 2018 ihre neuen Vertreter. Die Verbände des Stadtjugendrings entsenden vier Vertreter und wählten traditionell als erstes. Die weiteren Kandidaten starten gerade in den Wahlkampf. Die Stadt unterstützt sie mit professionellen Fotos für den Wahlkampf und Workshops an den Schulen. Jugendpflegerin Rosemarie Wöhrl betont: „Die jungen Leute sollen erleben, wie Politik funktioniert und selbst Wahlkampf führen.“

 

Doch den Wahlkampf können sich die gewählten Vertreter des Stadtjugendrings nun sparen. Dass sich von den Jugendverbänden mehr junge Leute zur Verfügung stellten, als Plätze für den Jugendring vorhanden sind, werteten Stadtjugendring-Vorsitzender Philipp Seitz und Stadtrat Dr. Thomas Burger, der die Bürgermeister der Stadt Regensburg vertrat, als positives Zeichen. „In diesem Gremium können junge Leute ihre Wünsche äußern und mitmischen“, sagte Seitz. Gewählt wurden Ferdinand Klemm (Regensburger Schülervereinigung), Karin Weber (Evangelische Jugend), Sabrina Müller (Trachtenjugend) und Nico Schmidl (Schülervereinigung).

 

Die 17-jährige Karin Weber ist 17 Jahre alt und will als Jugendbeirat zeigen, „dass Demokratie nicht staubtrocken ist“. Außerdem wolle sie für mehr Anwohnerparkplätze in der Innenstadt eintreten. Ferdinand Klemm will sich ebenfalls für politische Bildungsarbeit einsetzen und ein Bindeglied zwischen den jungen Menschen, den Verbänden und dem Stadtrat sein. Sabrina Müller, die bereits dem Jugendbeirat angehört, will zeigen, dass junge Menschen sehr wohl eine politische Meinung haben, die Gehör finden sollte. Nico Schmidl, ebenfalls bereits im Beirat engagiert, will sich für freies Wlan in der Stadt und in den Stadtbussen sowie mehr Outdoor-Sportgeräte einsetzen. Der hat noch weitere Ideen, wie eine bessere Infrastruktur zu den öffentlichen Outdoor-Partyplätzen und eine noch stärkere Vernetzung der Schulen untereinander. In seiner ersten Periode im Jugendbeirat habe er gespürt, dass der Beirat viel umsetzen könne, sagte Schmidl.

 

Die Stadträte Thomas Burger, Katja Vogl, Juba Akili und Erich Tahedl sowie die Jugendring-Vorsitzenden Philipp Seitz und Detlef Staude gratulierten den neuen Vertretern und wünschten ihnen viel Freude und Erfolg in der neuen Aufgabe. „Uns ist es wichtig, dass wir gemeinsam mit dem Jugendbeirat wieder Kooperationen auf die Füße stellen können“, betonte Seitz. Bei der interkulturellen Sportnacht in Regensburg hatten Jugendbeirat und Jugendring bereits zusammengearbeitet. Auch viele politische Wunschvorstellungen seien deckungsgleich.

 

Der Jugendbeirat soll die Jugendlichen der Stadt Regensburg repräsentieren. Ziel ist es, die Bedürfnisse und Interessen von Kindern und Jugendlichen in die Arbeit des Stadtrates einzubringen und die Stadtgesellschaft und die Verwaltung für die Themen Kinder-, Jugend- und Familienfreundlichkeit sowie UN-Kinderrechte zu sensibilisieren. Der Stadtjugendring ist der Dachverband der Jugendverbände in Regensburg und versteht sich als politisches Sprachrohr der jungen Leute. Im Jahresprogramm für das nächste Jahr finden sich unter anderem internationale Jugendbegegnungen mit der Partnerstadt Brixen, das Jahninselfest zusammen mit den Scants of Grace und mehrere politische Diskussionsveranstaltungen.