Neujahrsempfang 2016

Neujahrsempfang 2016

 

Wolbergs verlieh den Preis für Toleranz und Demokratie

Integrationsprojekte setzen sich durch – Projekte mit jungen Flüchtlingen werden gefördert

Regensburg. Oberbürgermeister Joachim Wolbergs hat beim traditionellen Neujahrsempfang des Stadtjugendrings erstmalig den Regensburger Preis für Toleranz und Demokratie verliehen. Den mit 500 Euro dotierten Preis des Stadtjugendring-Fördervereins erhielt das Team Respekt, für welches sich Ludwig Hofer, Simon Spangler und Philipp Lerch stark machen. Das Team Projekt ist ein Fußballprojekt zur Integration junger unbegleiteter Flüchtlinge. Die Mannschaft bestritt bereits mehrere Turniere erfolgreich und will nach der Winterpause im Frühjahr 2016 wieder mit dem Training beginnen. Die Mannschaft leidet laut den drei jungen Preisträgern unter einer gewissen Fluktuation, wenn Jugendliche Regensburg wieder verlassen müssen. Fördervereins-Vorsitzender Markus Panzer betonte: „Die Auszeichnung soll die Motivation der Jugendtrainer stärken, mit ihrem vorbildlichen Projekt weiter zu machen.“

Das sah auch Oberbürgermeister Wolbergs so. Er sprach dem Team Projekt dank für diese Initiative aus. Doch es würden in Regensburg noch viele weitere Jugendverbände und Organisationen einen wertvollen Beitrag zur Integration leisten. Auch der zweite Preisträger widmete sich der Integration: Die Jugend- und Auszubildendenvertretung im BMW Werk Regensburg führte mehrere Veranstaltungen durch. Unter anderem Tombola, aus der 5000 Euro an die BI Asyl gespendet wurde oder eine Solidaritätsaktion bei den Auszubildenden im Werk. Karin Konhäuser und Jürgen Schönberger nahmen von Panzer und Stadtjugendring-Vorsitzenden Philipp Seitz die Urkunde entgegen.

Oberbürgermeister Wolbergs nutzte den Neujahrsempfang des Jugendrings, um auf aktuelle Projekte hinzuweisen. Im Bereich der internationalen Jugendbegegnung wolle die Stadt im August eine internationale Jugendkonferenz in Regensburg abhalten. Junge Leute aus Regensburg sollen mit Gleichaltrigen aus den Partnerstädten ins Gespräch kommen und sich besser kennenlernen. Dem Jugendring dankte Wolbergs für den Einsatz in der politischen Bildung und der Förderung des Ehrenamts. Vorsitzender Seitz nannte einige Schwerpunkte im Jahresprogramm, darunter die internationale Jugendbegegnung und Integrationsprojekte. Das Jahresprogramm habe das Motto „Grenzen überwinden“. Für Verbände und Vereine seien besonders die Fördermöglichkeiten aus dem Projekt „Flüchtlinge werden Freunde“ interessant. Der Stadtjugendring erhielt dieses Modellprojekt und finanzielle Mittel, um Jugendverbände zu unterstützen, die Projekte mit jungen Flüchtlingen durchführen. Auch Fortbildungen für die Arbeit mit jungen Flüchtlingen können aus dem Fördertopf finanziert werden. Anträge können ab sofort gestellt werden.

An dem Neujahrsempfang nahmen neben Vertretern aus den Jugendverbänden und Organisationen auch mehrere Stadträte teil und brachten ihren Dank für die geleistete Arbeit zum Ausdruck. Gekommen waren neben Oberbürgermeister Wolbergs auch Fraktionsvize Dr. Thomas Burger, Dagmar Kick, Evelyn Kolbe-Stockert sowie Horst Meierhofer (FDP), Maria Simon (Grüne), Erich Tahedl (CSU) und Bernadette Dechant (CSU). Auch Amtsleiterin Annerose Raith, Jugendpflegerin Rosemarie Wöhrl, der frühere Polizeidirektor Wolfgang Mache und die Jugendbeiräte des Stadtjugendrings folgten der Einladung.

 

Filmvorführung „Dui Rroma“ im Regina-Kino Regensburg am 27.01.2016

Die Schulvorführung des Dokumentarfilms „Dui Rroma“, mit dem anschließenden Gespräch mit der Regisseurin und dem Komponisten wurde anlässlich des „Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar“ vom Stadtjugendring Regensburg organisiert.

„You are free“, der letzte Satz im Film Dui Roma. 120 Regensburger Schüler und Schülerinnen atmen auf, die Anspannung löst sich aus ihren Gesichtern, die Betroffenheit bleibt.

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Zeitzeugengespräch: Jungsein in der DDR

 

Ort: im Jugendzentrum Utopia, 93055 Regensburg, Kirchfeldallee 2
Termin: Dienstag, 08. März 2016 von 19:30 Uhr bis ca. 21:30 Uhr

Die friedliche Revolution 1989 in der DDR war vor über 25 Jahren ein
herausragendes Ereignis in der deutschen Geschichte. Sie war Teil des politischen
Umbruchs im gesamten Ostblock und veränderte die Welt.
Hunderttausende in der DDR haben damals die SED-Diktatur überwunden und die
Öffnung der Mauer erzwungen. Schließlich fand 1990 die Vereinigung der beiden
deutschen Staaten zur jetzigen Bundesrepublik statt.

Doch je weiter die Ereignisse zurückliegen, umso mehr verschwimmen die Fakten.
Jugendliche von heute haben die deutsche Teilung nicht mehr erlebt.

Wir wollen daher Einblicke in verschiedene Lebenswelten junger Menschen in der
DDR geben:

 Schule und Ausbildung
 Jugendkultur und Musik
 Repression und Überwachung
 Revolution und Aufbruch

Du bist eingeladen, mit unserem Zeitzeugen Rainer Schneider ins Gespräch zu
kommen.

Anmeldung bis zum 01.03.2016 beim Stadtjugendring Regensburg, Tel. 0941/5072556 oder stjr@jugend-regensburg.de. Die Ausschreibung findest Du hier.

 

Rainer Schneider (geb. 1954 in Erfurt) ist ausgebildeter Kaufmann. Er wurde im
Februar 1972 verhaftet, nachdem sein Fluchtversuch verraten worden war. Verurteilt zu zehn Monaten wegen „versuchten ungesetzlichen Grenzübertritts“, wurde er im Oktober 1972 unter Bewährungsauflagen in die DDR entlassen. Er stellte verschiedene Ausreiseanträge, die schließlich genehmigt wurden, so dass er 1974 in die Bundesrepublik übersiedeln durfte. Quelle: www.stiftung-hsh.de